Deeskalationstrainer – externe Fortbildung in der Antigewalttrainer Ausbildung

Deeskalationstrainer Ausbildung für effektives Deeskalationsmanagement in der Pflege, in Behörden und Organisationen.

Achim Rackel Porträt
von

Achim Rackel

Kompetenz der Deeskalation in Pflege

Seit Jahren bilden wir Deeskalationstrainer im Gesundheitswesen und Behörden u.a. auf der Basis der Gewaltfreien Kommunikation (GFK) in Form von Inhouse Seminaren im gesamten deutschsprachigen Raum aus. Damit Angestellte im Gesundheitswesen, in Behörden, Sicherheits- und Bildungswesen selbstständig qualifizieren können, bieten wir die Deeskalationstrainer Ausbildung im Rahmen unserer Antigewalttrainer Ausbildung als externe Weiterbildung an.


Deeskalationstrainer senken Ausfall-, Verletzungs- und

Konfliktkosten.

Unsere jahrelange Arbeit in Krankenhäusern, psychiatrischen Anstalten, Forensik, Einrichtungen der Altenpflege, Arztpraxen und ambulanten, psychiatrischen Diensten zeigt uns wie effektiv ein funktionierendes Deeskalationsmanagement wirkt. Durch den Einsatz der Deeskalationstrainer in den Einrichtungen und die Implementierung eines effektiven Deeskalationsmanagements sanken die Zahlen von verlorener Arbeitszeit durch Verletzungen unter Mitarbeitern in einem Zeitfenster von ungefähr 3 Jahren bis auf „0“. Kosten für tertiäre, präventive Maßnahmen und Therapien bewegten sich ebenso rapide nach unten.


Gewaltfreie Kommunikation für Deeskalationstrainer.

Wenn uns zunächst gelegentlich mit Skepsis begegnet wurde, wenn wir das Projekt vorstellten, so zeigte sich mit der Zeit in allen Einrichtungen, wie schnell sich Begeisterung für die neue wirksame, bedürfnisorientierte Sprache unter den Mitarbeitern entfachte. Die Wirkung der Empathie hatte bisher immer die Herzen der Seminarbesucher berührt.

Hier eine Rückmeldung aus einer Ausbildungsgruppe von Ärzten, Sozialassistenten, Pflegekräften und Fachtherapeuten:

„Lieber Herr Rackel, wir haben heute in der großen KollegInnenrunde über die drei Tage (erstes Modul) Deeskalationstrainer Ausbildung gesprochen. Das ganze Unternehmen ist schon was Besonderes, und es wird von etlichen Personen aus dem Team mit Herzblut und persönlichem Engagement weitergebracht. Wir freuen uns also auf die zweite Runde. Mit herzlichem Gruß, Dr. Ingo S., Brixen (Südtirol).“


Die Bedeutung von Selbsterfahrung in der Weiterbildung für Deeskalationstrainer. 

Den Unterschied von ihrer beruflichen Alltagssprache zu echter einfühlsamen Kommunikation erfahren die Teilnehmer der Deeskalationstrainer Fortbildung zuerst an sich selbst. Sie erleben in vielfältigen Übungen, dass das Aussprechen und Benennen von Gefühlen und Bedürfnissen eine unvergleichliche Qualität zu Kontakt zum Patienten/Kunden herstellt. Das dies, mit ein wenig Übung, auch mit schwierigen Patienten/Klienten gelingt, ist für viele eine neuartige Erfahrung, nämlich sich kraftvoll selbst zu behaupten.


Deeskalationstrainer zur Implementierung eines

Deeskalationsmanagements in Organisationen.

Wenn die GFK zunächst als reines Sprachmodell ihre Anwendung erfährt, so entwickelt sich die bedürfnisorientierte Kommunikation mit der Zeit sehr wirksam, zu einem Haltungsmodell.

Weitere ergänzende Deeskalationstechniken, machen die Anwender in allen Belangen handlungsfähig.

Hier die zusammengefassten Trainingsinhalte für Deeskalationstrainer, die wir in unserer „Train the Trainer -Ausbildung“, für ein effektives Deeskalationsmanagemen, vermitteln.

Folgende (zusammengefasste) Kompetenzen sollten Deeskalationstrainer in ihrer Organisation weitervermitteln können:

  • Reflektieren unterschiedlicher Gewaltformen, wie struktureller Gewalt, personeller Gewalt und anderen aggressionsbildenden Gegebenheiten auf der Station/im Haus/der Organisation. Daraus Zusammenhänge zu Aggressionsverhalten der Patienten/ Klienten erkennen, benennen und abändern.
  • Schulungen, um das Verhalten (Aggressionsformen) von Patienten/ Klienten differenzierter wahrzunehmen (klare, sinnlich erfahrbare Beobachtungen – keine Interpretationen) und dieses zu beschreiben und wiederzugeben.
  • Anleiten zu Handlungsfähigkeit durch Praktizieren von Sicherheits- und Verhaltensregeln im direkten Umgang mit (hoch-) angespannten Patienten/Klienten. Den Umgang im Team abstimmen, unterweisen und auf Nachhaltigkeit achten.
  • Einheitlich verbale Kommunikationsmittel/ -strategien, die nachhaltig Eskalationen vorbeugen und zur Deeskalation mit Patienten/Klienten beitragen, einführen und regelmäßig trainieren (z.B. mit GFK, Empathiegespräch, verbale Deeskalationsvarianten).
  • Aggressionsfreie Konfliktlösungsmöglichkeiten darlegen und regelmäßig schulen (GFK, Deeskalationsvarianten im Patienten-/ Klientengespräch).
  • Innere Haltungen im Umgang mit aggressiven Patienten/Klienten, die zu einer würdigen Handlungsfähigkeit beitragen, ansprechen und dozieren (z.B. GFK als Haltungsmodell).
  • Grundlegende Selbstverteidigungs- und Selbstbehauptungstechniken zur Eigensicherung vermitteln. Körpersprachliche Mittel trainieren (äußere Haltungen, Mimik, Stimme …)
  • Schonende, dennoch effektive, Begleit-, Immobilisations- und Fixierungstechniken (regelmäßig) im Team trainieren. Abläufe solcher Zwangsmaßnahmen erörtern.
  • Kollegiale Erstberatung (nach einem Übergriff auf einen Mitarbeiter) und tertiär- präventive Maßnahmen schulen. Dazu gehört auch die Erstversorgung eines Patienten (Nachdepressionsphase) nach einer Krise.
  • Tertiäre Prävention – Nachversorgungsnotwendigkeiten/-möglichkeiten für Mitarbeiter nach einem Gewaltvorfall.
  • Achtsamkeits- und Mentaltrainings (MBSR) zur Reduzierung von Einsatzstress. Gefährdungsanalysen durchführen.
  • Recht: Kenntnisse von Notwehr und Nothilfe §§.
  • Didaktik und Methodik, Unterweisungs- und Präsentationstechniken.
  • Bei Bedarf bieten wir optional (zusätzlich) Präsentationstrainings mit Mitteln der Theaterpädagogik. Diese können gesondert, auch in Kleingruppen, gebucht werden.


Für wen eignet sich die Fortbildung zum Deeskalationstrainer?

Überall dort, wo Menschen mit Menschen arbeiten, verursacht fehlende soziale/emotionale Intelligenz heutzutage enorme Kosten. Angestellte die im Gesundheitswesen, Behörden, Sicherheitsdiensten und im Bildungswesen etc. tätig sind, machen ihren Beruf zur „Berufung“ und können sich hier angesprochen fühlen. Qualifizieren Sie sich durch diese Ausbildung und erhöhen Sie nicht nur Ihre eigene Sicherheit, sondern auch Ihren „Marktwert“ als verantwortlicher Mitarbeiter.


Ihre Investition für die Fortbildung zum Deeskalationstrainer:

Die Fortbildung zum Deeskalationstrainer für Deeskalationsmanagement bedarf ca. 160 Präsenzstunden im Seminar, verteilt auf 12 Wochenenden. Hinzu kommt der Aufwand von ca. 40 Stunden Intervisionsgruppentreffen (Übungsgruppen).

Die Investitionskosten betragen zurzeit 2.150,00 Euro inklusive aller Unterlagen, Supervision, Zertifizierung, Seminargetränke und -snacks.

Eine Förderung mit Bildungsscheck ist möglich.

ARA-COACHINGS ist anerkannter Bildungsträger in NRW.


Wann fangen Sie an?

Die nächste externe Ausbildung zum Deeskalations- und Antigewalttrainer beginnt am 25. April 2020 in Köln.