Umgang mit Ärger und Gewaltfreie Kommunikation

 

Ärgerkreislauf und Gewaltfreie Kommunikation

 

Geht es Dir wie vielen Menschen? Du ärgerst dich fast täglich über Deine Mitmenschen oder über Dich selbst!? Und hältst Du Deinen Ärger für ganz normal und möchtest vielleicht Vergeltung und Rache üben, ihn raus lassen? Dein Groll, Dein Ärger, Deine Wut lösen Gefühle aus, wobei Du denkst, dass Du damit völlig im Recht bist.

Ärgerkreislauf

Wie Du in der obigen Grafik „Ärgerkreislauf“ erkennen kannst, sind es Deine Gedanken über eine auslösende Situation, die zu Deinem Gefühl, Deinem Verhalten und Deinen Körperreaktionen führen. Und wie Du erkennen kannst, erreichen Dich diese Gedanken als Feedback, vielleicht als Endlosschleife, wieder und wieder. Du empfindest die Worte und das Verhalten deines Gegenübers als verletzend, provozierend und respektlos und übersiehst dabei, dass es Deine Bewertungen sind und machst vielleicht den anderen dafür verantwortlich. Deine interpretierte Beobachtung verleitet Dich, die auslösende Situation nach Deiner Sichtweise zu bewerten.

 

Gewaltfreie Kommunikation mit Beobachtungen statt Bewertungen und Interpretationen.

Hier unterscheidet die Gewaltfreie Kommunikation als Schlüsselunterscheidung eine sinnlich erfahrbare Beobachtung von Bewertungen und Interpretationen, denn die (bewertete und interpretierte) Beobachtung (Wahrnehmung) Deines Gegenübers mag von Deiner enorm abweichen. Deine Bewertungen und Interpretationen lösen in Dir Deinen Ärger aus, auf Kosten Deiner Gesundheit.

 

Gewaltfreie Kommunikation mit Gefühlen statt Gedanken.

Im nächsten Schritt unterscheidet die Gewaltfreie Kommunikation Gedanken (Pseudogefühle) von tatsächlichen (echten) Gefühlen, die sich in Deinen Körperreaktionen widerspiegeln. Diese gilt es zu ergründen, indem Du feststellst, dass nicht Deine Gefühle den Ärger auslösen, sondern Deine Gedanken, die durch Bewertungen und Interpretationen „gefärbt“ sind, Deine Gefühle auslösen.

 

Gewaltfreie Kommunikation mit Bedürfnissen statt Strategien.

Ergründest Du Deine (echten) Gefühle, entsteht im Verlauf des Selbsteinfühlungsprozesses die Einsicht und das Erkennen, welche (unerfüllten) Bedürfnisse unter Deinen Gefühlen liegen; und bei der Einfühlung in den Anderen unter den Gefühlen deines auslösenden Gegenübers (Fremdeinfühlung).

Im Alltag gehst Du schnell dann dazu über, Forderungen (Strategien) an Dich oder dem Anderen zu stellen, um Dir Deine Bedürfnisse zu erfüllen. Hierbei gilt es Strategien von Bedürfnissen zu unterscheiden, womit wir bei der 3. Schlüsselunterscheidung im Prozess der Gewaltfreien Kommunikation wären. Um Dir Deine Bedürfnis zu erfüllen, könnte es metaphysisch eine riesige Anzahl an Strategien für ein einziges Bedürfnis geben. So ist Dir mit dem Äußern einer Strategie, statt Deines Bedürfnisses, welches Du erfüllt haben möchte,  wiederum nicht geholfen.

 

Gewaltfreie Kommunikation mit Bitten statt Forderungen

Um Dir Dein tatsächliches Bedürfnis zu erfüllen, richtest Du im 4. Schritt des Prozesses der Gewaltfreien Kommunikation eine Bitte an Dich selbst oder an Dein Gegenüber. Die Bitte unterscheidet sich insofern von einer Forderung, dass sie kein „Muss, Soll…“ impliziert. Dein Gegenüber bekommt damit die Möglichkeit Deine Bitte abzulehnen, ohne dass neuer Ärger entsteht. Deine Bitte formulierst Du so konkret, wie eben möglich, dass sie in einem realistischen Zeitraum machbar und erfüllbar wird.

Der aufgezeichnete Prozess der Gewaltfreien Kommunikation kann so zu einem kraftvollen Antrieb werden, um mit Deinem Ärger umzugehen und ihn zu transformieren.

Mit einiger Übung verfestigt sich die Methode und Gewaltfreie Kommunikation wird zu einer inneren Haltung, die Dir auf Dauer nachhaltigen Umgang mit Deinem Ärger bietet. So schädigst Du Dich selbst nicht mehr und kannst anderen nützen.

Der nächste Grundkurs Gewaltfreie Kommunikation findet am 28./29. April 2018 in Köln statt.

Investition: 195,00 Euro inklusive aller Unterlagen, Seminarsnacks/-getränke und Teilnahmebescheinigung.

Hier erfährst Du mehr über den Basiskurs Gewaltfreie Kommunikation

Hier geht es zur Anmeldung Gewaltfreie Kommunikation